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24h Nürburgring 2007

"Na, wie lief es?", das wurde ich in den letzten Tagen sehr oft gefragt, und ich sagte fast immer das Gleiche: "Super, hätte kaum besser laufen können, mit kleinen Zwischenfällen, die wir aber nicht beeinflussen konnten..." Und für die Meisten reichte das dann auch schon. Viele fragen dann noch welche Plazierung wir erreicht hätten..., aber das wars dann auch schon.

Die Plazierung ist Nebensache, zuerst war im Vordergrund, anzukommen, und das Ergebnis sagt leider nicht aus, wie der Rennverlauf war.
Wir wurden 5. in der Klasse, im Gesamt so um den hundertsten Platz...
Das allein reicht nicht aus, ein 24h Rennen auf der Nordschleife, der längsten und anspruchvollsten Rennstrecke der Welt, das mit sehr schwierigen Bedingungen zu kämpfen hatte, zu beschreiben.

24 Std RennenFür mich war es das erste Mal, und es war eher ein Zufall, denn letztes Jahr im Oktober sprach mich Wolfgang Müller an, ob ich denn dazu Lust hätte...
Den Wolfgang kenne ich seit einigen Jahren von den Perfektionstrainings der Audi driving experience auf der Nordschleife. Dort war er öfter in meiner Gruppe, und hat mich immer wieder mit seinem Gefühl fürs Auto, und seiner Schnelligkeit beeindruckt.
Im erste Augenblick erschien mir die Sache ziemlich unmöglich, weit weg, und außerdem dachte ich mir, das sei eventuell nur so dahin gesagt. Aber schnell kristallisierte sich heraus, dass Wolfgang eben nicht nur einer von denen war, die so vor sich hin reden, sondern es ihm damit sehr sehr ernst war.
Also versuchte ich einfach mal, mich zu erkundigen, ob es denn für mich überhaupt möglich sei, zumal ich schon seit über 10 Jahren keine internationale Lizenz mehr hatte, bzw. an einem Rennen teilnahm. Unter der Voraussetzung, dass ich die "Zulassung" bekomme, sagte ich Wolfgang dann auch mit Freude zu.

Lange Rede kurzer Sinn... der DMSB gab sein OK für die Lizenz, und somit war auch die erste Hürde geschafft, und das Vorhaben wurde konkret.
Letzendlich musste alles neu beschafft werden, von der Unterwäsche, über Handschuhe, zu Anzug, Helm, Schuhen..., denn meine alten Sachen von früher erfüllten nicht mehr den geforderten Standard.

Ich freute mich immer mehr und mehr auf die Tage am Ring, und habe mich auch konsequent ab November konditionell durch Laufen, Fitnesstraining,... auf die Veranstaltung vorbereitet, da mir jeder sagte, es würde sooo hart werden, aber dazu später mehr.

Mein Bruder, der auch motorsportlich stark angehaucht ist, war nach meiner Bitte an ihn, die Organisation in der Box, Zeitnahme,... zu übernehmen, mit von der Partie, und für mich ne große Stütze. Auch er freute sich sehr auf den Event! Außerdem gefiel mir der Gedanke, dieses Erlebnis mit ihm teilen zu dürfen, zumal wir uns ja leider auch sonst während des Jahres nicht so oft sehen. Wolfgang war auch der Einzige im ganzen Team, den ich kannte, und ich war schon gespannt, wie die Stimmung denn so werden würde.

Also reiste ich am 6. Juni an. Übernachtung im Dorint, in dem Wolfgang einige Zimmer gebucht hatte, und wir trafen uns dann am nächsten Morgen zum Frühstücken und Besprechen der wichtigsten Sachen.
Ich hatte mir auch noch ein paar Gedanken zum Rennen, der Taktik,... gemacht, merkte aber schnell, dass an das Meiste schon lange gedacht wurde, und wir uns supergut verstanden. War ja nicht sein erstes Mal, so wie bei mir...

Nach dem Frühstück war ich noch kurz bei der Rennleitung, dann gings ins Zelt, und ich lernte dort nach und nach den Rest der Mannschaft kennen, die alle supernett waren, und mich von Anfang behandelten, als wäre ich schon lange im Team.

MotorAnschließend gings dann zur Fahrerabnahme, und später zu technischen Abnahme unseres Astras. Kurs vorher setzte mich Nils, einer der Servicemannschaft, die übrigens echt cool drauf waren, dann noch ins Auto um Sitzposition,... zu checken, denn das war von Wolfgang noch geändert worden, da mir der Sitz viel zu steil war. Mit größer Freude stellte ich fest, dass ich nun meine perfekte Position fand, was für mich ein super wichtiger Parameter fürs Fahren war! Bei der technischen Abnahme gabs dann ne kalte Dusche, denn der Kommissar stellte fest, dass der eingebaute Sitz bereits abgelaufen war, und wir damit sicher nicht starten könnten...
Also machten wir uns auf die Suche nach nem homologierten Sitz. Das war ne lange Geschichte, wir bauten verschiedene Sitze ein, erhielten die Erlaubnis, doch das Sitzen war nicht wirklich so, wie wir uns da vorstellten. In einem Sitz war man nur am hin-und herrutschen(da hätt man auch nen Barhocker reinstellen können), im nächsten geliehenen Recaro, mit dem wir auch die Qualifikation fuhren, saßen Wolfgang und Frank so eng und eingezwengt, dass das Ein-und Aussteigen ins Auto nur mit Schuhlöffel möglich war, und Wolfgang schließlich entschied, sich nach einer anderen Lösung umzusehn.Hier war das Team von Olaf Manthey dann so lieb und hat uns einen Supersitz geliehen, in dem wir alle ne perfekte Sitzposition fürs Rennen fanden.
An dieser Stelle auch ein Rießen Dankeschön an das Manthey Team für das Leihen der Schale!!! Das lief so unkompliziert, schnell, und ihr habt uns da voll aus der Patsche geholfen!

Am 8.Juni war dann die Qualifikation angesagt, und ich war schon ganz heiß darauf, mal mit dem Auto mit Slicks zu fahren, um zu sehn, wie er sich denn so verhält. Zuerst fuhren Wolfgang und Frank. Für uns war es auch wichtig, möglichst viele Reifen anzufahren, um von Anfang an nach einem Reifenwechsel auch Gripp zu haben.
Das Fahren hat einen Rießenspaß gemacht. Am liebsten wäre ich gar nicht mehr ausgestiegen. Leider konnten wir nur zwei Runden drehen, um das Auto auch nicht unnötig zu belasten. Das Fahrwerk war sehr gut abgestimmt, und in den Bergabpassagen war es sogar möglich mit deutlich stärkeren Fahrzeugen mitzuhalten.

Trotzdem war erste Prämisse, das Material zu schonen, und somit beschlossen wir Curbs und sonstige unnötige Belastungen auszulassen.

Abends drehte Wolfgang dann noch zwei Runden, um das Licht in der Nacht einzustellen, und ich fieberte schon dem nächsten Tag entgegen...
Letzte Vorbereitungen am Auto, Trinkflaschen, Essen,... und gegen 15h sollte es dann losgehn, nur da war noch einer dagegen...
Der Petrus beschloß just um diese Zeit die Schleusen aufzumachen, und ein wilder Reifenpoker begann. Der Start wurde zuerst um ne halbe Stunde, dann ne weitere halbe,... verschoben, schließlich ging es dann mit 1h51min Verspätung los. Wolfgang der Arme saß die ganze Zeit im Auto, denn er fuhr den ersten Stint, und obwohl die meisten auf Regenreifen starteten pokerten wir mit Intermed, und unsere Wahl war goldrichtig. Auf abtrocknender Strecke konnte wir uns einen Boxenstopp sparen und er konnte gut durchfahren. Dann übernahm Frank, und zog super gleichmäßig und sehr schnell seine Runden bei trockenen Bedingungen.

CrewEndlich durfte ich dann ans Lenkrad-konnte es ja kaum mehr erwarten, und endlich gings los. Hatte leichte Kopfschmerzen, die ich aber dann schnell vergaß. Auf trockener Fahrbahn versuchte ich nen Kompromiss zwischen Material schonen und flotten Zeiten zu finden, was ganz gut gelang. Ich hörte an der Vorderachse ab und an ein leichtes Knacken, das mich etwas beunruhigte, und mir schossen 1000 Gedanken durch den Kopf, was das alles sein könnte, ob das Auto durchhält,...
Nach einigen Runden entschied ich mich auch dafür, die beiden Karuselle außen zu fahren, um den Opel, und vor allem die Antriebswellen zu schonen. Es waren ohnehin zwei sehr lange Gelbphasen dabei, und auf die zwei Sekunden kam es wirklich nicht an. Immerhin sind 24h ja lang...
Beim ersten Stint war ich die ersten Runden mit dem Verarbeiten aller Eindrücke so sehr beschäftigt, dass ich ganz das Trinken vergaß. Ich beobachtete alle Anderen, die Geschoße, die von hinten kamen, die teils superkreative Linie von manchen Teilnehmern, die mit dem Ring nicht so sehr vertraut waren, ja die Augen mußt Du echt überall haben, aber lustig ist es schon.
So nach der 6. Runde hatte ich dann aber gewaltig Durst, denn heiß wird’s einem schon, man ist ja auch warm angezogen... ;-))
Also suchte ich meinen Trinkschlauch, an dem ich dann verzweifelt nuckelte und mich fragte, warum denn der Schlauch aus der Flasche gerutscht sei, denn es kam gar nichts. Ich fuhr dann meinen Stint fertig, der übrigens schon in die Nacht reinging, übergab das Auto an Wolfgang. Bremse perfekt, lange gelbe Flagge in zwei Streckenabschnitten, in denen sich einige Autos vehement verabschiedet hatten. Info an Werner wegen der Vorderachse...
Mein Bruder nahm die leere Trink-Flasche aus dem Auto, und sah mich an, als ob er sagen wollte: "Hast Du auch was anderes getan, als saufen...???"
Ich fing dann einfach das Lachen an, denn in dem Augenblich war mir klar, was passierte. Das Schlauchende war tiefer als die Flasche, und Physik bleibt Physik...
Der Liter Isostar Orange verabschiedete sich teils in meinen Schoß, teils in den Fußraum... na bravo!
Aber ich hatte was gelernt. Das sollte mir nicht wieder passieren. Mein Anzug, Unterwäsche, Handschuhe,... alles war komplett durchgeschwitzt. Doch es war ein einfach tolles Gefühl beim Fahren. Leider war der Tank schon zu früh leer... wollte eigentlich noch länger fahren. Ja, der Virus brach wieder aus, mich hatte es wieder gepackt, und ich betete dass nichts mit dem Auto passiert, damit ich wieder fahren kann.
Der Anzug wurde dann zum Trocknen ins Hotel gebracht, Handschuhe, Helm, alles wurde getrocknet, perfekt organisiert, und ich ging mich erst mal "hydrieren". Im Zelt kümmerten sich Brigitte und Werner rührend um einen. Was zu Essen, zu trinken,... ja, darauf hatte ich mich inzwischen schon gefreut, wie man sich vorstellen kann. Kippte dann schnell nen Liter A-schorle weg, anschließend aufs Zimmer, duschen, und dann hab ich mich etwas hingelegt. Entspannen, so weit möglich, allerdings lag ich nur ca.10-15min, denn ich wollte nichts vom Geschehen verpassen. Also brach ich auf, und schaute mal in der Box vorbei, dann wieder ins Zelt, wo ich mich dann im Nebenraum etwas hinlegte, und auf meinen Stint wartete.
Als es dann Zeit wurde ging ich in die Box. Plötzlich wurde es etwas hektisch, und die Jungs vom Service bereiteten Werkzeug,...vor. Frank hatte ein Problem, stand irgendwo in der Gegend ums Bergwerk rum, nachdem er in einen Unfall verwickelt worden war. Notdürftig reparierte er das Auto draußen auf der Strecke mit ein paar Zuschauern. Da hatte sich einer vor ihm gedreht, und beim Versuch daran vorbei zu kommen, streifte er ihn unverschuldet mit der vorderen linken Seite, erklärte er mir später. Kotflügel, Spur, Vorderachse, Felge alles im Ar... Dann rollte er langsam zurück. Ich dachte mir nur, hoffentlich wird er es schaffen... Frank kam rein und gab mir die nötigen Infos, ne Gelbphase hoch zur Hohen Acht und etwas Nebel. Wir hatten ja Zeit. Die Servicemannschaft arbeitete in der Zwischenzeit auf Hochtouren und versuchte den Wagen wieder flott zu bekommen. Ich machte es mir schon mal bequem, und Klaus und Roberto lösten noch ein Problem mit der Lüftung, denn es kam kaum Luft nach innen. An der linken Vorderseite wurde gehämmert und geschraubt, alle gaben ihr Bestes, und blieben trotzdem ruhig und auf das Wesentliche konzentriert. War echt schön, zu sehn, wie gut das klappte...

Astra Kombi Machte mich dann mit Slicks auf den Weg. Die ersten paar Kurven ist das immer etwas rutschig, bis die Dinger auf Temparatur kamen. Nils sagte noch, sie hätten die Spur nach Augenmaß eingstellt, und ich soll aufpassen und sehen wie sich das Auto verhält. Die Sichtbedingungen wurden minütlich schlechter. Es gab teils Nebelbänke, in denen man keine 20m sah. Zwischendrin gings wieder, und so fightete ich mit ein paar deutlich schnelleren Autos, auf die ich im Nebel auflief, sie schließlich überholte, und sobald es wieder besser wurde zogen sie an mir vorbei. War ein Heidenspaß!! Der Wagen lief problemlos, gerade, die Jungs haben nen Tobjob vollbracht!! Im Nebel blieben teils die Autos mit dem blauen hell blinkenden Licht hinter mir und überholten nicht. Das war natürlich schon toll. Allerdings muß man auch sagen, dass es im Grunde ein absoluter Blindflug war, der supergefährlich war! Bei der Anfahrt zur Hohen Acht, wo sie inzwischen die Gelbphase aufgehoben hatten, kam mir in ner Linkskurve das Heck so unvermutet und vehement, dass ich alle Hände voll zu tun hatte, das Auto wieder unter Kontrolle zu bekommen, zumal ich keinerlei Anhaltspunkt hatte, wie weit das Heck ausgebrochen war, da ich bei den Bedingungen absolut nichts sah! Das ging nochmal gut, und ab dem Punkt nahm ich dann den Speed etwas raus. Mir wurde dann schon klar, was es war: einfach nur Öl! Aber eben ne ganze Menge davon. Diese Spur zog sich kurz nach dem Bergwerk bis zum Galgenkopf. In der nächsten Runde waren dann auch die Ölflaggen auf dem ganzen Teilstück draußen, logisch, die Streckenposten bekamen das dann eben auch schnell mit, da in dem Bereich permanent Autos abflogen. Auf jeden Fall wurde es noch indifferenter und unzuverlässiger zu fahren. Das Heck war noch ein paar Mal nervös, und in dem Abschnitt rutschte der Opel auch oft ziemlich stark über die Vorderachse. Aber nicht nur mein Auto rutschte. Da waren dann in der Sektion mehrere Autos auf dem Öl ausgerutscht, und ineinander gefahren. Eschbach, Wippermann war so ne Art Blechfriedhof...
Die Bedingungen wechselten dann langsam von schlecht zu absolut miserabel. Sicht gleich null, manchmal sah man die Hand vor Augen nicht. Puh, war ganz schön anstrengend, und ich versuchte einfach meinen Rhythmus zu behalten. Anfahrt Dunlop Kehre fuhren Fahrzeuge teils nur mit 30-40km/h, auf der Nordschleife waren nur noch wenige Kilometer mit freier Sicht, und dort wurde dann auch wie wild überholt...
Aber wartet nur bis der Nebel wieder kommt...
Das Fighten mit den "Starken" war bis zu dem Zeitpunkt der absolute Höhepunkt des Rennens für mich.

Kurz vor der Coca Cola Kurve glaubte ich im Nebel dann ein rotes Licht gesehen zu haben, war mir allerdings nicht ganz sicher, und behielt meinen Speed. Bis kurz nach Hatzenbach sah ich keine rote Flagge, als plötzlich das Telefon klingelte, und mich die Box informierte, dass das Rennen abgebrochen wurde. In dem Augenblick war die Sicht dann auch besser und ich sah schon die Streckenposten mit roten Flaggen überall. Also hatte der Blindflug ein Ende, schade zum einen, vernünftiger zum anderen, denn ganz wohl war mir bei der Sachen nicht immer. Aber geärgert hat es mich schon, denn letztendlich hat der Abbruch mich um ein paar Runden beschissen...;-)) Wolfgang sollte dann wieder übernehmen. Was dann geschah, war in meinen Augen eine absolute Sauerei und Fehlentscheidung der Rennleitung. In einer solchen Situation ist die Parc fermé Regelung angesagt, und normalerweise darf niemand etwas am Auto machen. Statt dessen wurde diese Regelung aufgehoben, und alle Teams richteten auf Teufel komm raus ihre Autos, überholten alles, wechselten Getriebe, Motoren, schlicht alles, was bis zu dem Zeitpunkt eben in Mitleidenschaft gezogen war, und schon etwas "weidwund" war. Wir hatten keinerlei Probleme, und es wäre von großem Vorteil gewesen, wenn niemand an die Autos gedurft hätte, aber nein...

Ich zog mich dann ins Hotel zurück, duschte erst mal, und schlief dann ein paar Stunden. Es fing an hell zu werden... Sollte das Renngeschehen wieder aufgenommen werden, krieg ich es früh genug mit, sagte ich mir, schon allein wegen des Motorenlärms...

24std RennenSo war es dann auch, ein paar Stunden später hörte ich den Restart, und war dann auch hellwach...
Ich machte mich also langsam fertig, ging ins Zelt, und wartete auf meinen Stint. Wolfgang drehte mit Slicks seine Runden, es war trocken und traumhaftes Wetter. Dann übernahm Frank, und gegen Ende seines Turns kamen dicke Regenwolken auf. Irgendwann fing es dann auch an zu regnen, nein eher zu schütten, was es nur konnte.
Doch jetzt mit Regenreifen rauszugehn, und dann bei abtrocknender Straße den Reifen kaputt zu machen wäre auch schlecht gewesen, zumal die andere Seite des Rings noch nicht vom Regen betroffen war(haben ja Spione...)
Also entschloß ich mich für Intermed. Dass das bei dem Wolkenbruch zu ner Rutschpartie werden könnte, dachte ich mir schon, aber die Bedingungen sind ja für alle gleich...
Frank kam rein, ich übernahm, Reifenwechsel, und ab ging die Fahrt. Soviel Aquaplaning wie in den ersten paar Runden hatte ich noch nie in meinem Leben. Der Frontler drehte bei der Anfahrt aufs Schwedenkreuz bei 60km/h im 5.Gang durch!!! Trotzdem ich am "kriechen" war, überholte ich permanent, wurde aber im Regen so gut wie nicht überholt.
Hat voll Spaß gemacht, die Rutschpartie...
Allmählich hörte es dann das Regnen auf, und jetzt war der Intermed der optimale Reifen. Der Gripp wurde von Runde zu Runde besser und am liebsten wäre ich gar nicht mehr ausgestiegen. Der Wagen verlor allerdings ein wenig an Leistung. Auf den langen Geraden fehlte ihm so um die 20km/h auf den Speed, den wir vorher hatten. Die Tankuhr erinnerte mich letztlich in der 10. Runde und mahnte zum Stopp. Wir tankten so um die 42Liter, was da heißt eine Runde wäre locker noch drin gewesen... Sch... Aber besser auf Sicherheit fahren, denn wäre ich in der 11. Runde mit leerem Tank irgendwo auf der Döttinger Höhe ausgerollt, hätte ich es mit ziemlicher Sicherheit nicht überlebt... ;-))
Also übergab ich an Wolfgang(mit der Info über den Leistungsverlust), der den letzten Stint noch auf Slicks fuhr, und das Auto heile ins Ziel brachte.
Die Leistung nahm allerdings auch sukzessive weiter ab...

Die Zieleinfahrt war ein schönes Erlebnis, und gemeinsam mit dem ganzen Team holten wir dann Wolfgang vom Parc fermé ab.

Das Ziel war erreicht, wir kamen an, und für mich war es eine Menge Spaß, ein tolles Wochenende mit unheimlich netten Leuten, und der Erkenntnis, dass ich doch noch nicht vom "Fahrvirus" geheilt war...

Eins steht fest, das war das erste Mal hier am Nürburgring, aber mit sicherheit nicht das letzte Mal..

Ein Rießen Dankeschön an das ganze Team, es war echt toll mit Euch!!!

Ganz liebe Grüße

Euer Oliver

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