Der Unfall und der Kampf mit den Schrauben


Zu Beginn der Adventszeit 2009 plante ich fleißig alle Termine, als plötzlich und unerwartet alles ganz anders kam. Ein Unfall sollte jetzt in den Mittelpunkt rücken und jegliche Planung über den Haufen schmeißen. Die erste Diagnose klang halb so wild, doch die Zweite in der Duisburger Unfallklinik öffnete dem Kämpfer Müller die Augen.

DIAGNOSE:

„GETRÜMMERTE MEHRFACHFRAKTUR des linken Oberarms“

Ein lächerlicher Sturz über die Anhängerkupplung machte alle Planungen zunichte und es stellten sich mir zahlreiche Fragen:

• Wird es wieder so werden wie vorher?

• Werde ich wieder richtig arbeiten können?

• Werde ich meinen Beruf genauso ausüben können wie vor dem Unfall?

• Werde ich meinen Arm behalten?

• Werde ich wieder Autofahren können?

• Bekomme ich professionelle Hilfe und Unterstützung?

Für unseren Verein Pro Handicap ist das der beste Beleg für die tägliche Arbeit die wir leisten und wie wichtig diese Arbeit für solche Unfälle wirklich ist.

Nach dem ersten Schock war klar, dass eine OP wohl etwas Klarheit über den Zustand bringen würde. Das Team um Doktor Nikolaus Brinkmann sah der Sache optimistischer ins Auge als ich selbst. Meine „Forderung“, wenn ich das so nennen darf: „Jungs, ich muss wieder arbeiten können, für mich ist der Arm wichtiger als für jeden anderen.“

Der Arzt lächelte und sagte: „Junge, Junge, sie haben echt Humor, kommen hier nachts mit so was um die Ecke und jetzt beginnen sie zu drängeln und zu fordern. Wir werden alles versuchen, etwas genaues wissen wir nach der OP, bitte haben sie jetzt erstmal etwas Geduld, auch wenn das nicht ihre aller größte Stärke zu sein scheint, Herr Müller.“

Diese Runde ging definitiv nicht an mich, aber wer mich kennt weiß, dass ich nicht so schnell aufgebe.

Nach dem Eingriff, welcher das Team um Doktor Brinkmann richtig forderte, kam für mich die schwerste Zeit:

Liegen, ruhen, einfach nix tun. . .

Die Folge:

Ich nahm mal eben gute 12 kg Gewicht zu, so dass bei meiner Entlassung aus dem Krankenhaus keine Jeans mehr passte. Na super, wie sollte ich das ohne Bewegung wieder los werden?!

Gleichzeitig begann auch der Kampf gegen die Zigarette, es stand also eine ganz besondere Zeit an, meinte der behandelnde Arzt lächelnd.

Die ersten 6 Wochen waren nicht gerade einfach für mich. Hier sind Freunde sehr wichtig, die stets präsent und einfach Freunde sind.

Dann folgte die Zeit der Physiotherapie, in der die tägliche Animation zur Bewegung von einer durchaus sympathischen Mitarbeiterin der BGU meinen Alltag bestimmte. Mit großem Erfolg, denn hier gewann der Arm einen Großteil des heutigen Gefühls zurück, auch wenn es nicht immer schmerzfrei war.

Nach etwa 5 Monaten Zwangspause kämpfte ich mir fast 2/3 des Gewichts, das ich zugenommen hatte, von den Rippen und konnte dem Rauch der Zigarette – bis auf wenige Ausnahmen – die kalte Schulter zeigen.

Danke an alle, die mir zur Seite standen. Ich will hoffen, dass die „Entfernung“ der ersten Schrauben zum Winter weniger spektakulär abläuft.

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