24 Stunden Nordschleife 2008

Mehr als drei Dutzend Anmelder wurden vor Ablauf der Nennzeit laut Quelle des ADAC Report Mai 2008 leider abgewiesen. Man bedenke dabei, dass hinter jedem Team viel Arbeit, sehr viel Kraft und auch "einige" Euro stecken. Der ADAC, der nicht nur in unseren Augen einen Job der Extraklasse macht, war an dieser Stelle wirklich nicht zu beneiden. Gleiches gilt auch für die Auswahl der vielen Helfer, die bei der Zieldurchfahrt ebenso für die Teams zitterten, wie die Schrauber selbest.

 

An dieser Steller einfach mal ein Danke für all die vielen helfenden Hände im Hintergrund und an der Rennstrecke, die Ihren Job Jahr für Jahr hervorragend meistern. Ohne diese Hilfe wäre dieser Marathon der Eifel nicht durchführbar!

 

Die überarbeitete Vorderachse vom Domlager bis zum Dreieckslenker war komplett neu abgestimmt. "Ein traumhafter Lenkwinkel machte es für uns Fahrer noch einfacher zu fahren...". Im Zusammenschluss mit dem fast komplett geschlossenen Unterboden schloß der Rennkombi das "Aerodynamik-Paket" mit der Abrißkante am Heck nahezu perfekt ab. Fragen nach dem "Flügelstürmer" an Front und Heck blieben unerfüllt, da die Basisabstimmung des Fahrwerks "flügellos" ist. Die neue Sitzposition legte den Schwerpunkt noch weiter in die Mitte des Autos, zugunsten der Balance des Renners. Die komplette "Neuentwickelung" der Felgen aus dem Hause Reifen Grundlach ermöglichte einen besseren Luftstrom aus dem Radkasten der Vorderachse. Das wiederum sorgte für eine niedrigere Betriebstemperatur der Bremsanlage und kam der extremen Belastung zu Gute. Das Cockpit erstrahlte ebenfalls im neuen Look. Für uns Fahrer etwas ungewohnt: neben dem Farbwechsel war das Licht der Armaturen auf ein Minimum reduziert ("fast dunkel") um den Blick auf die Rennstrecke zu fixieren. Rückspiegel wurden mit dem so genannten "Xenonstopper" gefertigt um die Konzentration für die Verfolger zu behalten. Das ganz besondere Fitnessprogramm sollte uns den entscheidenden Vorteil im Nachtduell bringen. Die Nacht ist der Teil des Rennens, bei dem viele Fahrer erste Fehler machen. Die Anspannung nimmt zu und der physische Druck steigt ebenfalls an.

Die beiden Fahrer machten einen großartigen Job. Wolfgang Müller und Oliver Rudolph waren das einzige Zwei-Mann-Team, dass die Zielflagge nach 24 Stunden Rennen sah und belegten in ihrer Klasse einen guten neunten Platz von 18 Teilnehmern.

Die Boxenstopps liefen alle planmäßig und das gesamte Team arbeitete konzentriert und fehlerlos, was nach einem kleinen Vorkommnis im Training besonders zufriedenstellend war. Nach einem Boxenstopp wurde vergessen, den Astro-Kombi aufzutanken und Wolfgang Müller musste auf Sparflamme fahren, um überhaupt die Box erreichen zu können.

Nichts desto trotz lief es dafür im Rennen umso besser und Wolfgang Müller konnte mit der Leistung seines Teams ein weiteres Mal ein Zeichen setzen, was mit körperlicher Behinderung, der nötigen Willensstärke und einem großartigen Team möglich ist.

 

 

Impressionen des Rennens 2008

Fakten zum Rennen

 

Platzierung in der Klasse S1: 9 von 18

Gesamtklassement: 96 von 220

gefahrene Runden: 115

durschnittl. Geschw.: 131,884 km/h

schnellste Runde: 11:32.737 min.