24 Stunden Nordschleife 2011

Am Montag den 20. Juni machen sich Wolfgang Müller und sein Team vom Pro Handicap e.V. auf den Weg Richtung Eifel. Das Ziel: Nürburgring. An dem folgenden Wochenende stand das 24 Stunden Rennen auf der längsten und schönsten Rennstrecke der Welt auf dem Programm und das Duisburger Team wollte in diesem Jahr zum siebten Mal zeigen, was trotz Behinderung in der Oberliga des Motorsports möglich ist. Wolfgang Müller wird mit nur einem Arm ins Lenkrad greifen, dabei gibt es keine speziellen Lenk- oder Schalthilfen im Audi TTs, diese wären mit dem Reglement auch gar nicht vereinbar, unterstützt wird er dabei auch in diesem Jahr von Oliver Rudolph, der schon seit 2007 mit am Steuer des Audis sitzt.

 

"Das 24 Stunden Rennen lässt sich kaum planen, es passieren immer andere Dinge, das Wetter ist immer anders, vieles ist einfach unberechenbar...", so Müller. Und dieser Satz bestätigte sich in diesem Jahr schon, als das Rennen noch gar nicht begonnen hatte. Am Mittwoch musste eine neue Bremsanlage in den Pro-Handicap-Rennwagen eingebaut werden. Da das Team seine Position im Fahrerlager noch nicht eingenommen hatte und im Fahrerlager "die Hölle los war", entschied sich das Team anders, der TTs wurde im nahegelegenen Meuspath am Straßenrand aufgebockt und die Mechaniker wechselten die Bremsanlage an Ort und Stelle.

Bis zum letzten Training Freitagnacht lief das Auto gut, das Team ging motiviert an das Leuchtturmprojekt 2011.

 

Wolfgang Müller fuhr in die Einführungsrunde, winkte den fast 250.000 Fans am Rand der fast 25 Kilometer langen Rennstrecke, das Safety-Car biegt auf die Start-Ziel-Gerade ein, fährt in die Boxen, die Startampel schaltet auf Grün, die Motoren heulen auf. "Das Auto lief super, die ersten Kurven sind immer wieder etwas ganz Besonderes, ein unbeschreibliches Erlebnis. Im Bereich Hohe Acht allerdings spührte ich, dass die Reifen offenbar noch nicht auf Temperatur waren. Ich verlor den Grip und fuhr in der Kurve einfach geradeaus, schlug mit 120 km/h in die Leitplanke ein. Es war natürlich klar, dass wir uns von so einer Lappalie nicht ausbremsen lassen würden. Die Mechaniker machten einen super Job, schraubten was das Zeug hält, keiner von uns hat aufgegeben. Das ist es ja schließlich auch, wofür der Pro Handicap e.V. steht, niemals aufzugeben. Letztendlich sind wir wieder aus der Box gefahren, zurück auf die Strecke und haben es immerhin auf Klassenrang 6 geschafft, auch im Gesamtklassement sind wir noch auf Position 103 von 202 Startern gewertet worden. Ohne den Einschlag in der ersten Runde hätten wir mehr erreichen können, dennoch sind wir stolz auf unsere Leistung, ich bin stolz auf mein Team und wir blicken schon heute voller Vorfreude auf des Rennen 2012.", so Wolfgang Müllers Resume einige Tage nach dem Rennen.

Fakten zum Rennen

 

 

Platzierung in der Klasse: 6

Gesamtklassement: 103 von 202

gefahrene Runden: 114

durschnittl. Geschw.: 148,59 km/h

schnellste Runde: 10:14.865 min.