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Pro Handicap e.V.
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47172 Duisburg

Jutta Kleinschmidt

Fotos: Roberto/Burkhard

Jutta Kleinschmidt und Wolfgang MüllerBenzingespräche in der Boxengasse
Tipps und Tricks tauschen hier den Wissenden. Die Profis aus der Ralleyszene unterstützen mit ehrlichen Worten und etwas Respekt unser Vereinsprojekt


Jutta Kleinschmidt und Wolfgang Müller Wenn "David mit Goliat" in der Boxengasse plaudert und sie Tipps über die längste, schwierigste Rennstrecke austauschen. Jutta Kleinschmidt, Ralley-Ass und Paris-Dekar-Gewinnerin ist beeindruckt wie Wolfgang Müller von pro handicap am Streckenabschnitt Galgenkopf von Gang 4 in Gang 5 schaltet und dabei noch einen schnelleren Verfolger per Handzeichen an gibt, wo er überholen kann.



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VOX TV berichtet in Auto, Motor und Sport über den Pro Handicap e.V.

VOX - Reportage mit Hintergrund

Dank der besonders intelligent und kreativ aufgebauten Internetseite sind wir, der kleine Verein pro handicap aus Duisburg, in den Genuss der engeren Auswahl für einen TV-Dreh des Auto, Motor, Sport - Magazins am Sonntagnachmittag des Senders VOX gekommen. Die namenhafte Produktionsgesellschaft aus Düsseldorf, die für viele Themen eine sogenannte Vorauswahl trifft, konnten wir für die Vereinszielsetzung in der außergewöhnlichen Kombination mit Behinderung als Team "pro handicap e.V." begeistern. Auf der längsten Rennstrecke der Welt mit weiteren rund 270 Autos einem "Männertraum" für Behinderte zu realisieren, schien die von uns geglaubte Besonderheit zu unterstreichen. Im Vorgespräch wurden aus 20 Sekunden Sendezeit schnell einige Minuten. Der Enthusiasmus unseres im Vereins, beginnend ab der frühen Kindergartenzeit mit vielen traumatisierenden Erlebnissen bis hin zu einfachen alltäglichen Dingen, wie das tägliche Schuhe zubinden mit einer Hand, ließ das dass TV-Team staunen. Von Job, Freizeit, Schwimmbad, Kirmes, Polizeikontrolle bis hin zu der zurückhaltenden Frage "Was können sie den wirklich nicht mit einer Hand tun?" war alles dabei. Das Interesse der Medien wuchs weiter.

Drehtag

Pro Handicap - Opel Astra CaravanDie Agentur aus der Landeshauptstadt stand perfekt vorbereitet am Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring und wir stellten gemeinsam den Ablauf zusammen. Ein Teil bestand aus Fahrsituationen, die im Straßenverkehr täglich vorkommen. Dank den Profis aus dem FSZ lernte ich frühzeitig das 1x1 des Autofahrens(? - Klingt als hättest du dort den Führerschein gemacht): Sitzposition, Lenkradhaltung, Blickkontakt und -richtung. Der Anspruch stieg im laufe der Dreharbeiten stetig an. Berg auf und ab in

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Rollifahrer Jens hat Benzin im Blut

Der vom Rennsport begeisterte Jens ist selbst im Rolli nicht zu bremsen. Sein Freund baute ihm ein Motorrad auf Handschaltung um. Er war zu Gast bei pro handicap beim 24h-Rennen. Jens wollte alles von dem Auto wissen. Die Erklärungen wurden so ausführlich von Fahrer Oliver Rudolph expliziert, dass wir unser Nachttraining erst 30 Minuten später beginnen konnten. Egal, sagte der Audi Testfahrer wichtig sind mir die Behinderten, trainieren kann man immer...
Das haben wir wirklich sehr gerne gemacht, den Jens hat seinen Optimismus nie verloren. Darauf darf sein Umfeld besonders stolz sein. Wir schätzen den Kampfeswillen, den Lebensmut und die positive Ausstrahlung eines herzlichen Menschen im Rollstuhl. Das lächeln in seinen Augen ist der Lohn für unseren Verein. An dieser Stelle hoffen wir, Jens und seine Familie hatten viel Spaß bei uns und wünschen alles Liebe.

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24h Nürburgring 2007

"Na, wie lief es?", das wurde ich in den letzten Tagen sehr oft gefragt, und ich sagte fast immer das Gleiche: "Super, hätte kaum besser laufen können, mit kleinen Zwischenfällen, die wir aber nicht beeinflussen konnten..." Und für die Meisten reichte das dann auch schon. Viele fragen dann noch welche Plazierung wir erreicht hätten..., aber das wars dann auch schon.

Die Plazierung ist Nebensache, zuerst war im Vordergrund, anzukommen, und das Ergebnis sagt leider nicht aus, wie der Rennverlauf war.
Wir wurden 5. in der Klasse, im Gesamt so um den hundertsten Platz...
Das allein reicht nicht aus, ein 24h Rennen auf der Nordschleife, der längsten und anspruchvollsten Rennstrecke der Welt, das mit sehr schwierigen Bedingungen zu kämpfen hatte, zu beschreiben.

Für mich war es das erste Mal, und es war eher ein Zufall, denn letztes Jahr im Oktober sprach mich Wolfgang Müller an, ob ich denn dazu Lust hätte...
Den Wolfgang kenne ich seit einigen Jahren von den Perfektionstrainings der Audi driving experience auf der Nordschleife. Dort war er öfter in meiner Gruppe, und hat mich immer wieder mit seinem Gefühl fürs Auto, und seiner Schnelligkeit beeindruckt.
Im erste Augenblick erschien mir die Sache ziemlich unmöglich, weit weg, und außerdem dachte ich mir, das sei eventuell nur so dahin gesagt. Aber schnell kristallisierte sich heraus, dass Wolfgang eben nicht nur einer von denen war, die so vor sich hin reden, sondern es ihm damit sehr sehr ernst war.
Also versuchte ich einfach mal, mich zu erkundigen, ob es denn für mich überhaupt möglich sei, zumal ich schon seit über 10 Jahren keine internationale Lizenz mehr hatte, bzw. an einem Rennen teilnahm. Unter der Voraussetzung, dass ich die "Zulassung" bekomme, sagte ich Wolfgang dann auch mit Freude zu.

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Rennstenogramm 2007

Nach der kompletten Revision der Technik unseres Renn-Astras stellte uns die orkanartige Witterung vor neue Probleme. Regen stand auf unserem Wunschzettel - vom ersten Tag der Planung des diesjährigen 24h-Rennens an -, jedoch von "Wasserspielen" auf der Zielgeraden und kleinen Schlammbächen war nie die Rede.

Die Reifenwahl ist wie so oft der Schlüssel zum Ziel. Mit besonderen Intermedien gingen wir in die verspätete Einführungsrunde. In allen Boxen wurde Reifen-Roulette gespielt. Turn 1 lief nach Plan und wir gingen nach zwei verhaltenen Runden mit guter Pace voran. Auf der abtrocknenden Rennstrecke fuhren wir etwas konservativ in der Spitzengruppe mit und stellten hier schon unsere außergewöhnliche Performance unter Beweis. Die Kollegen Breidenstein und Rudolph gaben ihr Bestes und glänzten mit perfekter Fahrt. In den Abendstunden legten wir einen Zahn zu und konnten mit taghellem Bi-Xenon einige Kontrahenten in den Schatten stellen. Trotz eines kleinen "Rennunfalls", der eine kurze Reparaturpause mit sich zog, schlossen wir schnell auf.

In der Nacht kam das rote Tuch der Rennleitung. Sichtweiten von weniger als 20 Metern zwangen zum Abbruch. Leider nicht zu den im Reglement stehenden Bedingungen. Alle Teams durften an den Autos arbeiten und das dezimierte Starterfeld füllte sich wieder enorm. Nach sage und schreibe 6 Stunden Pause gingen wir in das Rennen zurück. Jetzt hieß es die Flucht nach vorne anzutreten. Runde um Runde purzelten die Zeiten und der Plan ging auf. Mit 11.22.20 brannte ich, als gehandicapter Fahrer, meine persönlich schnellste Runde in den Asphalt. "Es lief wie auf Schienen", sagte ich nach dem Turn extrem verschwitzt in einem

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24h-Rennen aus der Sicht der behinderten Mitmenschen

Die Behinderung ist ein Handicap, das überwunden werden will. Wir zeigen dieser Welt Stärke, Mut, Stolz und Zuversicht als Vorbilder für behinderte Menschen bei diesem Großevent des Motorsports.

Schwächen, die wir in uns haben, werden stolz verborgen und sind nicht sichtbar. Leider gibt es auch Situationen, die mir an die Nieren gehen. Viele Motorsportler schätzen unseren Einsatz und befürworten unsere Leistung. Andere sagen: "Ihr seid hier falsch, für euch sollte man eine Paralympic-Rennen veranstalten." Vielen Dank für euer Mitgefühl.

Sicher seit ihr diese lieben Menschen,
  ... die auf Behindertenparkplätze stehen,
  ... die vor Rollstuhlfahrern weglaufen,
  ... die ihr Leben nicht schätzen,
  ... die Angst vor Ärzten haben,
  ... ihr Leben bis heute nicht verstanden haben.

Wir wünschen euch, dass ihr nie in diese Situation von Behinderten kommt, denn ihr würdet die Kraft für das etwas andere Leben nie aufbringen können.

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Der Alltag

Die meist gestellte Frage an uns Hobby-Rennfahrer ist:" Wie fahren Sie denn im normalen Straßenverkehr?"

Das ist ganz einfach: Ich von meiner Person kann sagen, dass ich eher zurückhaltend und langsamer unterwegs bin, als das viele glauben. Auf der Autobahn fahre ich als Langstreckenfahrer lieber Nachts oder spät abends, hier ist die Autobahn freier und man hat weniger mit Staus zu tun, zum anderen sind die so genannten Straßenrowdies schon zu Hause und man kann im 6.Gang entspannt das Wunschtempo fahren!

Was bedeutet sportliches fahren für Sie im Straßenverkehr?

Das ist eine klare Herzensangelegenheit, ich denke Motorsport und Straßenverkehr haben einige parallelen, jedoch liegt der Schwerpunkt im objektiven fahren. Augen auf und immer darauf gefasst sein, was passieren könnte. Spielzeuge wie Zeitung, Handy oder andere Ablenkungen sind natürlich tabu.

Das richtige Fahren beginnt mit der richtigen Sitzposition im Auto. 90% aller Verkehrsteilnehmer sitzen falsch im Auto und können Ihr Auto in einer Notsituation nicht richtig kontrollieren.

Der Rennfahrer legt extrem viel Arbeit in eine perfekte Position hinterm Steuer, denn hier beginnt im Motorsport wie im Straßenverkehr der eigentliche sportliche Job jedes "Piloten".

High Speed gibt es nur auf die dafür vorgesehenen Rennstrecken. Das ist auch gut so.

Wer den Alltag sportlicher Fahrer richtig versteht, der ist sicher unterwegs.

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24 Stunden Rennen - Kurzbericht

Das Pro Handicap Team wieder erfolgreich am Nürburgring.

Auch 2007 konnte das Pro Handicap Team seine Erfolge auf der Nordschleife des Nürburgsring fortsetzen. Mit Platz 5 in der Klasse S1 und Platz 107 in der Gesamtwertung konnte das Ergebnis zum Vorjahr deutlich verbessert werden.

Doch auch dieses Rennen hatte es in sich. Zunächst verzögerte sich der Start wegen eines Unwetters. Zwei Stunden verspätet konnte Wolfgang Müller den Opel Astra Caravan endlich durch die "grüne Hölle" jagen. Zuverlässig zog der Diesel seine Bahnen. Außer einem kleinen Unfall verlief alles Bestens, und ausgerechnet die 13. Runde war mit 11:20.933 die schnellste der insgesamt 81 Runden des Pro Handicap Teams. In der Nacht, gegen 3:30 Uhr wurde der Erfolgskurs dann durch Nebel unterbrochen und konnte erst um 9.31 fortgeführt werden. Das Rennen pausierte zwangsweise und etliche Teams nutzten die fast 6 Stunden für Reparaturen aller Art , so dass ein Pluspunkt dem bis dato pannenfreien Astra verloren ging.

Trotzdem sah es noch sehr gut aus. Bis zur 78. Runde, in dem der Turbo den Dienst versagte und der Astra Caravan mit verminderter Leistung keine akzeptablen Rundenzeiten mehr erreichen konnte. Jetzt wären die sechs Stunden Pause der Nacht ein Segen gewesen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit konnte eine Reparatur nicht in Betracht gezogen werden, und so wurde das Rennen "gehandicapt" zu Ende gefahren.

Dennoch ein gutes Ergebnis, sowohl in der Klasse, als auch in der Gesamtwertung, und für das Pro Handicap - Team sicher ein Grund zu feiern - und im nächsten Jahr wieder mit dabei zu sein.

Ein ausführlicher Bericht zum Rennen folgt in Kürze auf unserer Berichte-Seite

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